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Warum sind Zertifikate bei Saphiren so wichtig?

Why are Certificates that Important for Sapphires?

Vertrauenswürdige Quellen verkaufen Saphire in der Regel immer mit einem Zertifikat eines unabhängigen und anerkannten Labors. Doch warum ist das notwendig?

Der Schein kann leicht trügen, insbesondere, wenn man kein Experte ist - ein Stein, der wie ein Vermögen aussieht, kann am Ende nahezu wertlos sein.
Genau das wird mit einem Zertifikat vermieden: Es beschreibt exakt, geprüft durch ein Labor, welchen Stein man in den Händen hält bzw. welcher angeboten wird. 

Ein Schatz der Natur, ein Produkt aus dem Labor oder eine Fälschung?

Natürliche Saphire sind ein Naturprodukt, welches über Jahrmillionen entstanden ist. Es ist echt, selten und damit wertvoll. 

Synthetische Saphire, welche im Labor gezüchtet wurden, sehen auf dem ersten Blick identisch zu natürlichen Saphiren aus. Sie haben gar die gleiche chemische Struktur. Jedoch sind synthetische Saphire Massenware. Ohne Charakter und mit nahezu keinem finanziellen Gegenwert. 

Im schlimmsten Fall könnte der Stein gar eine Fälschung sein, beispielsweise ein gefärbtes Glas.

Das ist die wichtigste Aufgabe des Zertifikats: Zu identifizieren, was für ein Stein es exakt ist. Und ob dieser natürlich ist. 

Behandlungsmethoden

Es gibt Behandlungen, welche kaum oder ggf. gar nicht vom Markt anerkannt werden und den Stein beinahe wertlos machen. Darunter zählen Diffusionsbehandlungen oder Glasfüllungen. Ein seriöses Zertifikat würde eine solche Behandlung aufdecken.

Die meisten Saphire werden jedoch nur mit Hitze behandelt. Das ist eine anerkannte und akzeptierte Methode, um die Farbe und Klarheit zu verbessern. Auch diese Behandlung wird auf einem Zertifikat erwähnt.

Unbehandelte Saphire sind die Königsklasse. Pure Natur in ihrer schönsten Form. Diese Saphire sind äußerst wertvoll, da unbehandelte Saphire selten sind: Mehr als 90% aller Saphire werden in irgendeiner Art behandelt. Dieser Wertzuwachs, welcher schnell mehr als das Doppelte gegenüber eines erhitzten Steins betragen kann, kann nur mit einem Beweis erzielt werden, dass der Stein natürlich unbehandelt ist: In Form des Zertifikats.

Herkunft

Labore können anhand sehr kleiner Einschlüsse im Stein herausfinden, aus welcher Region dieser stammt. Das kann eine sehr bedeutende Information sein. Ein Saphir aus dem indischen Kaschmir ist extrem selten und daher von hohem Wert, während andere Herkünfte den Wert mindern können. Die Herkunft ist ebenso ein starker Indiz, um auf die (ggf. nicht) ethischen Abbau-Bedingungen schließen zu können. 


Professionelle Farbeinschätzung

In der Welt der Edelsteine können selbst kleine Farbnuancen von großer Bedeutung sein. Ein „Sky Blue“ oder „Deep Blue“ ist in geringeren Preisregionen angesiedelt als begehrte „Royal Blue“ oder „Cornflower Blue“. Insbesondere beim Online-Kauf, bei welchem die Farbe ggf. nicht zu 100% perfekt eingeschätzt werden kann, ist eine professionelle, objektive Farbeinschätzung eines Labors unter Normlicht hilfreich. Es schützt davor, für eine durchschnittliche Farbe einen Premiumpreis zu bezahlen. 


Wichtige Stammdaten wie Gewicht und Maße

Das Zertifikat enthält ebenso ein Bild sowie weitere grundlegende Daten wie das Gewicht und Größe. So können mögliche Messungenauigkeiten des Anbieters vermieden werden. Und stellt sicher, dass du auch den Stein in den Händen hältst, welcher auf dem Zertifikat beschrieben ist. 


Kann man Zertifikate fälschen?

Mit folgendem Verfahren werden Fälschungen vermieden: Seriöse Zertifikate haben einen eindeutigen Code. Dieser lässt sich auf der Webseite des Labors eingeben. Anschließend wird einem das Zertifikat, welches man physisch erhält, ebenfalls digital angezeigt. 
Bei Fälschungen würde entweder der Zertifikats-Code zu keinem Ergebnis führen oder die im Web angezeigten Informationen vom physischen Zertifikat abweichen. Mit dieser kurzen Überprüfung lässt sich daher sichergehen, dass das Zertifikat valide ist.